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Die Bedürfnisse der Menschen sind auch ohne Atomenergie zu befriedigen
Atomenergie wurde nicht aus Gründen einer möglichst wirtschaftlichen Energieform entwickelt. Die Entwicklung der Atomenergie musste mit Milliarden subventioniert werden, damit sie überhaupt wirtschaftlich konkurrieren konnte. Regenerative Energieformen wurden lange Zeit wenn überhaupt nur mit geringen Beträgen gefördert. Mit regenerativen Energien wäre die Energieversorgung der Menschheit ohne Risiko mit einfacheren Mitteln möglich gewesen. Die Einstrahlung einer halben Stunde Sonnenenergie auf die Erde entspricht dem gesamten weltweiten jährlichen Energieverbrauch.
Machtstrategische Gründe
Die Atomenergie hat aus machtstrategischen Gründen eine so starke Bedeutung für viele Staaten. Der gewichtigste Grund ist die Option auf die schlagkräftigste aller Waffen, die Atombombe. Eine dermaßen schlagkräftige und beeindruckende Waffe ist für alle Staaten in der Konkurrenz um Macht von höchsten Interesse. Ebenso die Möglichkeit einer Energiequelle, die über lange Zeit ohne Nachschub eine gigantische Energie liefert. Atom-Uboote sind in der Lage, jahrelang ohne Wechsel der Brennstäbe durch die Weltmeere zu fahren. Auch wenn Deutschland bislang keine Atombomben gebaut hat, hat es sich mit der Entwicklung dieser Technik die Möglichkeit geschaffen, die Atombombe bauen zu können.
Um die großen Kosten für Atomenergie geringer zu halten, wird damit auch zivil ein Geschäft gemacht. Außerdem ist die Energieversorgung eines Landes im Krisenfall mit Atomenergie lange ohne Nachschub möglich.
Die Konkurrenz der Staaten um Macht und Einfluss bestimmt die Politik der Staaten und ist der alles entscheidende Hintergrund für die Geschehnisse in der Welt. Die Staaten versuchen ihren Einfluss in der Welt auf andere Territorien auszudehnen und sich umgekehrt gegen den Einfluss anderer Staaten zu wehren. Es ist ein ständiger Kampf der Behauptung um die Rangordnung in den Regionen der Welt.
Die Staaten, die am meisten Ressourcen in diesem Kampf zu Verfügung haben, ordnen schwächere Staat ihren Interessen unter. Diese Staatenkonkurrenz ist keine freundliche Angelegenheit.
Wer in dieser Konkurrenz nicht seine Ressourcen für diesen Zweck der Behauptung ausrichtet, der unterliegt. Unter diesem Gesichtspunkt sind auch die Entscheidungen für Energiepolitik und Umweltschutz zu sehen und zu erklären. Dass die Atomtechnik unter dem Gesichtspunkt der Behauptung eine sehr entscheidende Bedeutung hat, erklärt, warum so viele Staaten so viele nationale Ressourcen dafür bereit gestellt haben, das große Risiko eines Unfalls eingegangen sind und die nicht gelöste Endlagerung in Kauf genommen haben. Das ist nun umgekehrt auch der Hauptgrund, warum Deutschland nach dem Unfall in Japan seine Atomkraftwerke nun schneller abschalten will.
Der Unfall in Japan hat gezeigt, wie anfällig ein Land mit Atomkraftwerken ist und dass selbst ein technisch weit entwickeltes Land die Lage nach einem Unfall nicht in den Griff bekommt. Es ist nicht schwer sich vorzustellen, wie ein Land mit Atomkraftwerken in einem Konfliktfall mit einem anderen Land dasteht. Gelingt es auch nur zwei Atomkraftwerke zu sabotieren, ist das Land monatelang sehr stark mit sich selbst beschäftigt und seine Handlungsfähigkeit eingeschränkt. Es hat sich gezeigt, wie anfällig gegenüber äußeren Gewalteinwirkungen die Kühlsysteme sind und wie schwer es ist, sie wieder in Gang zu bringen, wenn sie einmal ausgefallen sind und die Brennstäbe sich erhitzen. Das ist ein machtstrategisches Horrorszenario für eine Nation im Konfliktfall. Auch produzieren die gewalttätigen Machtkämpfe der Nationen terroristische Gefahren durch sich ungerecht behandelt fühlender Bürger anderer Nationen.
Nicht der Umweltschutz und das Wohl der Leute war der ausschlaggebende Faktor für den neuen deutschen Konsens zum Atomausstieg, sondern neue Erkenntnisse in Bezug auf die machtstrategische Anfälligkeit eines Landes mit Atomkraftwerken. Es sind dieselben Beweggründe also, weshalb Deutschland lange Zeit viel Geld für die Entwicklung der Kernenergie bereitgestellt hat. Durch die Staatenkonkurrenz erklären sich beide Handlungsweisen. Beim schnelleren Atomausstieg erhofft sich die deutsche Regierung eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung und Produktion alternativer Energietechnik. Wirtschaftliche Gründe spielen hier die führende Rolle, nicht etwa ein Einknicken vor den Atomkraft-Nein-Danke-Protestlern.
Energieverbrauch/Umweltschutz
Ist die Kernenergie einmal mit großem Aufwand entwickelt, kommen andere Faktoren hinzu, diese einzusetzen. Der verschwenderische Ressourcenverbrauch der kapitalistischen Produktion hat auch einen großen Energieverbrauch zur Folge. Die Kernenergie soll diesen großen Energieverbrauch decken.
Dass es nicht um die Schonung von Umwelt und Menschen geht, zeigt sich auch an vielen anderen Beispielen. Die Kernenergie ist nur ein Beispiel von vielen. Das gesamte System des kapitalistischen Wirtschaftens und des weltweiten Machtkampfes ist zu kritisieren. Was passiert, ist kein Zufall, sondern hat System, und es liegt auch nicht an der Unfähigkeit einzelner Politiker die Folgen ihrer Entscheidungen zu erkennen. Sie alle stellen das kapitalistische Diktat des wirtschaftlichen Wachstums nicht in Frage.
Grüne
Dass die Grünen die größten politischen Profiteure der Atomkatastrophe in Japan sind, ist schon ziemlich paradox.
Nicht nur, dass die Grünen zu Zeiten von Rot-Grün langen Laufzeiten der Atomkraftwerke zugestimmt hatten, sie haben auch in vielen anderen Fragen des Umweltschutzes und der Ressourcenschonung keine grundsätzlichen Änderungen bewirkt, in der Schonung der Menschen schon gar nicht. Der einzige Erfolg von immerhin 8 Jahren Rot-Grüner Regierung waren einige Windkrafträder und eine verstärkte Förderung der Solarenergie. An dem verschwenderischen Ressourcenverbrauch der kapitalistischen Wirtschaft haben sie nichts Grundsätzliches geändert. Auch unter Rot-Grün schrumpfte das Schienennetz. Die Autoindustrie wurde unverändert aufrecht erhalten. Das kapitalistische System beruht schließlich auf Wirtschaftswachstum. Dieses ist das Ziel, und ein Minuswachstum führt schnell zu Krisen. Aus dem kapitalistischem System wollten die Grünen auch nicht aussteigen. Ihre umweltpolitischen Forderungen sind deshalb immer dem Funktionieren dieses Systems unterstellt.
Den Umfang der militärischen Ressourcenverschwendung haben sie auch nicht wesentlich vermindert, denn auch die Staatenkonkurrenz wollen sie nicht in Frage stellen, sondern Deutschland soll sich dort möglichst erfolgreich behaupten. Die Grünen sind zu einer Partei der Kriegsbefürworter mutiert und haben zusammen mit der SPD Deutschland wieder zu einer kriegsführenden Nation gemacht- seit dem Jugoslawienkrieg.
Umweltverseuchung Krieg / Uranmunition / Grüne Saubermänner
Im Balkanrieg wurde Uranmunition, eine panzerbrechende Waffe von hoher Durchschlagskraft verwendet, die sehr billig aus Atommüll produziert und von daher gern und billig zur Verfügung gestellt wird. Als kostengünstige und gleichzeitig effektive Waffe tötet sie Menschen und schädigt für viele Millionen von Jahren die Gesundheit und das Erbgut der Bewohner des Landes und schwebt als krebserregender Keramikstaub um die gesamte Welt - überall hin. Die damalige deutsche Rot-Grün-Regierung tat sich als große Verharmloserin dieser Waffe hervor. Auch jetzt wurde Uranmunition zuletzt wieder im Libyenkrieg verwendet. Zwar hat sich Deutschland bei der Abstimmung um diesen Krieg enthalten, aber das geschah gegen den ausdrücklichen Wunsch der Grünen!
Gruppe Systemkritik, eMail: info@ml-werke.de