Die Hämochromatose Therapie

Die Hämochromatose bezeichnet eine Erkrankung des Menschen, bei der es zu einer erhöhten Aufnahme von Eisen im oberen Dünndarm kommt. Dadurch können im weiteren Verlauf Organe geschädigt werden. Nur in seltenen Fällen ist diese Erkrankung nicht genetisch bedingt, oftmals ist sie auf eine autosomal-rezessive Vererbung zurückzuführen. Zudem tritt die Hämochromatose mit einer höheren Wahrscheinlichkeit bei Männern als bei Frauen auf. Eine Hämochromatose Therapie kann Abhilfe schaffen.

Therapieformen und -verfahren bei Hämochromase Erkrankungen

Diätetische Maßnahmen können bei der Heilung der Hämachromatose unterstützend wirken. Dabei sollten stark eisenhaltige Nahrungsmittel wenig konsumiert werden, sowie Getränke, die die Eisenabsorption vermindern, getrunken werden. Dies sind beispielsweise schwarzer Tee oder auch Milch. Gleichzeitg sollte auf die Einnahme Vitamin C-haltiger etwa zwei Stunden vor oder nach den Mahlzeiten verzichtet werden. Zusätzlich ist das Weglassen alkoholischer Getränke sinnvoll, da auch dies die Eisenaufnahme steigert.

Als physikalisches Verfahren kann außerdem die Aderlasstherapie in zwei Phasen angewendet werden. Das Ziel ist, die Eisenspeicher so wirksam zu reduzieren. Dabei wird in der ersten Phase ein wöchentlicher Aderlass von etwa 500ml durchgeführt, solange bis der Ferritinspiegel unter 50 μg/l gefallen ist. Dies bezeichnet man als die sogenannte Initialtherapie. Darauf folgt dann die Langzeittherapie in Phase 2, wobei lebenslange Aderlässe von etwa 500 ml angewendet werden, um im weiteren Krankheitsverlauf den Ferritinspiegel zwischen 50 μg/l und 100 μg/l zu halten. Die Therapie muss unbedingt regelmäßig durchgeführt werden, um eine optimale und schadenfreie Blutregeneration zu gewährleisten.

Eine weitere Therapieform ist die sogenannte Erythroapherese, bei der mehr Erythrozyten pro Behandlung entnommen werden. Dadurch sinkt der Ferritinwert schneller ab und die Häufigkeit der Aderlassbehandlung kann reduziert werden.