Erstmal kleine Fußballtore: Die Ausbildung zum Fußballtrainer in Deutschland

Jogi Löw, Jürgen Klopp, Hans Mayer – Jeder kennt die Namen der bekannten deutschen Fußballtrainer, die zahlreiche Mannschaften zum Sieg geführt haben. Meist rührte ihre Karriere von einem vormaligen erfolgreichen Weg als Spieler her. Doch wie wird man eigentlich Fußballtrainer? Muss man ein Sportstudium absolviert haben oder schon von Kindesbeinen an im Verein auf kleine Fußballtore geschossen haben?

Generell bietet der Deutsche Fußballbund, abgekürzt DFB, für Trainer eine gesonderte Ausbildung an. Hierbei ist zunächst eine gewisse praktische Erfahrung als Spieler unbedingt nachzuweisen. Zudem gibt es verschiedene Stufen für Fußballtrainer.

Die Trainerausbildung beim DFB: Spielertrainer werden immer seltener

Zunächst ist eine Laufbahn als Fußballlehrer einzuschlagen. Dieser übernimmt in der Regel hauptamtliche Aufgaben als DFB- oder Verbandssportlehrer, sowie als hauptberuflicher Fußballtrainer von Regional- bis Bundesliga. Außerdem können Fußballlehrer auch die Leitung von Nachwuchszentren der Vereine.

Außerdem gibt es weitere Lizenzen, die zum Training verschiedener Altersklassen berechtigen: A, B, C und Elite-Jugend. Des Weiteren ist eine Teamleiterlizenz als Voraussetzung notwendig. Zudem sind diese Lizenzen nur drei Jahre gültig, um eine ständige Fortbildung der Trainer zu gewährleisten. Die Ausbildung erfolgt an der hauseigenen Hennes-Weisweiler-Akademie des DFB in Kooperation mit der Deutschen Sporthochschule Köln.

Heutzutage sieht man die sogenannten Spielertrainer im professionellen Fußball immer seltener: Hier ist die Person sowohl Spieler, als auch Trainer. Bei einem Spieleinsatz wird der Spielertrainer in der Regel von einem seiner Assistenten vertreten. Vermutlich verschwand der Einsatz von Spielertrainern in den letzten Jahrzehnten aufgrund der geänderten Regelungen vieler Ligen und Wettbewerbe: Der Trainer muss im Spielbetrieb anwesend sein, darf sich aber nur auf der Bank aufhalten.

Bekannte Beispiele für Spielertrainer sind Hennes Weisweiler, Joachim Löw, Hans-Peter Briegel und der Italiener Gianluca Vialli.