Private Buchführung – So klappt es mit dem Haushaltbuch

Für viele zählt das Sparen im neuen Jahr fest zu den eigenen Vorsätzen. In den meisten Fällen geht das mit einem bestimmten Wunsch einher, wie zum Beispiel einem Urlaub oder einem neuen Auto.

Damit am Ende des Monats aber auch Geld übrigbleibt, das man zur Seite legen kann, hilft es, sich einen Überblick über seine Einnahmen und Ausgaben zu verschaffen. Dabei kann die private Buchführung in Form eines Haushaltsbuches helfen.

 

Warum ein Haushaltsbuch?

Natürlich gibt es auch andere Wege, um Geld zu sparen, allerdings zeigt einem ein (gut geführtes!) Haushaltsbuch die ungeschönte Wahrheit.

Sprich: Eine Konfrontation mit den eigenen Kaufgewohnheiten und den exakten Kosten. Denn beim bloßen Schätzen liegen die meisten oft weit daneben und fragen sich am Ende, wo das ganze Geld geblieben ist. Für eine bessere Übersicht kann es also sehr sinnvoll sein, ein Haushaltsbuch zu führen.

 

Ja zum Haushaltsbuch – aber in welcher Form?

Früher musste alles mit Stift und Papier sorgfältig aufgeschrieben werden. Mittlerweile gibt es jedoch sehr viele Möglichkeiten, seine Ausgaben zu protokollieren und nachzuvollziehen. Mit einer Excel-Tabelle oder einer App  geht vieles davon wesentlich einfacher, übersichtlicher und die Eintragung erfolgt auch wesentlich schneller.

Es spielt jedoch keine Rolle, auf welche Weise genau ein Haushaltsbuch geführt wird – häufig ist das eine sehr individuelle Entscheidung. Wichtig sind jedoch die Struktur, die Kontinuität und die Einteilung.

 

Ein Haushaltsbuch führen – 3 Fehler, die nicht passieren sollten

Damit die Kontrolle von Ein- und Ausgaben wirklich funktioniert und es zu einem Aha-Effekt kommt, sollten diese drei Fehler vermieden werden:

1. Regelmäßige und unregelmäßige Ausgaben

Viele rechnen diese beiden einfach zusammen. Dabei sollten die regelmäßigen Ausgaben streng von den unregelmäßigen getrennt werden. Da sich Ausgaben wie Miete oder Versicherungen meist nicht ändern, ist es ausreichend, diese einmalig aufzuschreiben. Interessanter sind die unregelmäßigen Ausgaben und genau auf die sollten Sie sich bei Ihren Sparanstrengungen fokussieren.

2. Zu wenige Kategorien

Ausgaben sollten in jedem Fall in Kategorien eingeteilt werden. Viele machen jedoch den Fehler, diese zu allgemein und zu grob zu fassen. Meist sind diese dadurch zu ungenau, um wirklich Einsparungsmöglichkeiten zu erkennen. Selbst der Lebensmitteleinkauf sollte noch einmal unterteilt werden, zum Beispiel in Kategorien wie Fleisch, Gemüse und Süßigkeiten.

3. Frühzeitig aufhören

Ein großes Problem ist die Disziplin. Das Projekt Haushaltsbuch wird oft vorzeitig beendet und es kann überhaupt keine wirkliche Bilanz gezogen werden. Ein Haushaltsbuch sollte mindestens über 3 Monate geführt werden, damit sich ein Effekt erkennen lässt.

 

Das schlechteste Haushaltsbuch ist besser als gar keins

Obwohl ein Haushaltsbuch oft immer noch weiter optimiert werden kann, ist eine schlechte Buchführung besser als gar keine. Wer keine Übersicht über seine Einnahmen und Ausgaben hat, dem fällt nicht nur das Sparen schwer – im schlimmsten Fall kann er sich sogar unbedarft in eine finanzielle Notlage manövrieren.

Deshalb sollte die private Buchführung zumindest in Teilen ein Bestandteil des Alltags sein.

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